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Allgemeine Informationen

Das ehemalige Pfarrhaus zu Stadt Wehlen liegt innerhalb der kleinen Ortschaft, hinter dem historischen Markt am Schlossberghang. Noch heute ist die Stadt Wehlen, von den Einwohnern liebevoll das „Wehlstädtel“ genannt, ein eher zum Flusse hin als ins Land hinein orientierter Sackgassenort, den man mit dem Fahrzeug nur durch ein eindrucksvolles, die Straße überbauendes Fachwerktorhaus erreichen kann.

Das Gebäude, dessen Untergeschosse noch aus dem 15. Jahrhundert stammen dürften, diente im Laufe der vergangenen Jahrhunderte zuerst als Pfarrhaus, seit 1539 als Schule ab 1861 wieder als Pfarrhaus. Der letzte Stadt Wehlener Pfarrer, der noch selbst im Hause wohnte, schied 1990 aus dem Dienst.

Danach beherbergte das Haus noch mehrere Jahre eine kirchliche Mitarbeiterwohnung und Gemeinderäume, der größte Teil des Gebäudes blieb jedoch ungenutzt. Nach dem Elbehochwasser im Sommer 2002, das auch das Haus ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen und die Gemeinderäume unbenutzbar gemacht hatte, und dem Auszug der kirchlichen Mitarbeiterin im Herbst 2006 stand das Gebäude vollkommen leer.

Im Winter 2008, als die Pfarrerin des unweit gelegenen Ortes Rathewalde, in dem Offene Häuser das ehemalige kirchliche Rüstzeitheim als Herberge betreibt, die Vakanzverwaltung für die Pfarrstelle Stadt Wehlen innehatte, kam der Gedanke auf, Offene Häuser aufgrund der guten Erfahrungen in Rathewalde auch wegen der Übernahme des Pfarrhauses in Stadt Wehlen anzufragen. Im Sommer 2010 hat Offene Häuser das Grundstück schließlich übernommen, um die Instandsetzung des Pfarrhauses fortzuführen und das Gebäude weiter auszubauen, damit es als Herberge und Begegnungsort, aber auch für Veranstaltungen der Kirchgemeinde genutzt werden kann.

Das Haus ist geeignet für Seminare und umwelt- und erlebnispädagogische Projekte, für Gruppenfreizeiten sowie als Ausgangspunkt für Wanderungen.

Beschreibung des Gebäudes und der Räumlichkeiten

Das Pfarrhaus liegt etwas versteckt in zweiter Reihe hinter der hauptsächlich vom Rathaus gebildeten nördlichen Marktseite des Städtchens. Trotz der verborgenen Lage ist es ein imposanter Bau, der zu den ältesten Gebäuden des Ortes zählt.

Das giebelständige Haus ist an den steil ansteigenden Schloßberg gebaut und verfügt über fünf Etagen, deren drei unterste von verschiedenen Hangterrassen jeweils ebenerdig zugänglich sind.

Der Ausbau des Hauses erfolgt in zwei Phasen. Gegenwärtig beträgt die Kapazität des Hauses 24 Betten, nach Abschluß des Ausbaus, mit dem wir für den Frühsommer 2011 rechnen, wird sie mehr als 30 Betten betragen.

Da die einzelnen Etagen separat von außen zugänglich sind, beeinflussen die Arbeiten in den anderen Etagen nicht die Atmosphäre oder gar die Nutzbarkeit der bereits fertiggestellten Bereiche. Wir bitten Interessenten dennoch, sich vorab über den jeweiligen Ausbauszustand zum gewünschten Buchungstermin zu informieren.


Die drei oberen Geschosse werden den Gruppen, die im Haus zu Gast sind, zur Verfügung stehen, das Erdgeschoß wird sporadisch auch durch die Kirchgemeinde oder andere Akteure genutzt werden.


Das Obergeschoß wird dabei den zentralen Bereich bilden, es wird Übernachtungsmöglichkeiten für 24 Personen bieten. Die sechs Zimmer (ein Sechs-Bett-Zimmer, vier Vier-Bett-Zimmer, ein Zwei-Bett-Zimmer) sind mit neuen hölzernen Doppelstockbetten ausgestattet.

Außerdem werden sich auf dieser Etage ein Seminarraum mit einer Größe von 28 qm, Toiletten und das Büro von Offene Häuser befinden.

Bis zur Fertigstellung der Küche im Erdgeschoß, voraussichtlich im Frühjahr 2011, befindet sich die kleine Küche noch im Obergeschoß, und Seminarraum und Büro werden vorübergehend als Unterkunftsräume genutzt.


Im darüber liegenden ersten Dachgeschoß werden weitere Übernachtungsmöglichkeiten in zwei Sechs-Bett-Zimmern sowie die sanitären Anlagen entstehen. In der Diele wird unter der Dachschräge ein gemütlicher Sitzbereich Platz finden, der jedoch auch für Gruppenarbeit genutzt werden kann.

Das zweite Dachgeschoß soll als schlichter, ungeteilter großer Raum erhalten werden. Der Raum ist in seiner ganzen Länge unzertrennt – und hier offenbart sich der Reiz des nicht rechtwinkligen, sondern trapezförmigen Grundrisses des Gebäudes, der durch einen leichten Achsenknick in der Mitte des Gebäudes noch gesteigert wird: Es entsteht ein einem kieloben liegenden Schiff ähnlicher Raum mit besonderer Atmosphäre.


Im sowohl durch das innenliegende Treppenhaus als auch separat vom Garten her zugänglichen Erdgeschoß werden die große Selbstversorgerküche und der Speiseraum (29 qm) Platz finden, außerdem weitere sanitäre Anlagen mit Toiletten, Waschbecken und Dusche.

Befindet sich keine Gruppe im Hause, kann diese Etage somit auch von der Kirchgemeinde oder von anderen Interessierten für eigene Veranstaltungen genutzt werden.


Der Preis pro Person und Nacht beträgt 10 €.

Aufgrund der Größe des Hauses besteht die Möglichkeit, daß mehrere Gruppen sich zur gleichen Zeit im Haus aufhalten, die dann Küche und sanitäre Anlagen gemeinsam und gleichberechtigt nutzen. Eine Begegnung unterschiedlicher Gruppen ist Bestandteil unseres Konzeptes der Offenen Häuser, jedoch naturgemäß nicht immer unproblematisch. Wird die Anwesenheit einer weiteren Gruppe nicht gewünscht, ist dies im Belegungsvertrag zu vermerken. Die Mindestbelegung beträt in einem solchen Falle gegenwärtig 20 Personen, nach Abschluß des Ausbaus 29 Personen, zu Feiertagen und in den Ferienzeiten ggf. auch mehr.

Die Preise beinhalten die Mitnutzung des Gartens und der Außenanlagen.

Organisatorisches

Auf den Betten in allen Unterkunftsbereichen befinden sich frische Laken. Nach Vereinbarung im Belegungsvertrag können Bettdecken und Kopfkissen geliehen und eigene Bettwäsche mitgebracht oder aber Steppdecken, Kopfkissen und Bettwäsche geliehen werden. Alternativ können Schlafsäcke mitgebracht werden.


Sämtliche Preise verstehen sich als Preise für eine Nutzung durch Jugendgruppen, Gruppen gemeinnütziger Träger, gemeinnützige Bildungsveranstaltungen, Mitlieder der NaturFreunde Deutschlands und andere gemeinnützige Gruppen. Bei privater Nutzung wird entsprechend den gültigen gesetzlichen Regelungen ggf. zusätzlich Umsatzsteuer erhoben.

Um ökologisch bewußtes Verhalten zu unterstützen, wird der Verbrauch an Betriebskosten (Wasser / Abwasser, Gas und Elektroenergie) für das jeweilige Gebäude in der Zeit des Aufenthaltes der Gruppe durch Ablesen der Zähler ermittelt und der Gruppe in Rechnung gestellt. Bei mehreren gleichzeitig anwesenden Gruppen werden die Kosten im Verhältnis der jeweils anwesenden Personenzahlen beider Gruppen umgelegt.

Gäste und Gruppen, die auch in ihrem eigenen Lebensbereich zu ökologisch erzeugtem Strom wechseln, können den Betrag für die im Pfarrhaus Stadt Wehlen verbrauchten Betriebskosten deutlich minimieren. Näheres finden Sie unter www.aller-guten-dinge-sind-drei.org.


Wiewohl die von Offene Häuser betriebenen Gebäude und Ensembles primär Selbstversorgerhäuser sind, besteht auch die Möglichkeit zu Halb- und Vollpension. Wir vermitteln gern den Kontakt zu entsprechenden Unternehmen, die zu günstigen Preisen reichhaltige und schmackhafte Speisen ans Haus liefern, oder zu ortsansässigen Gastwirtschaften, in denen Gruppen preiswert essen können.

Das Grundstück

Das Pfarrgrundstück ist – vom Marktplatz abgesehen – mit deutlichem Abstand das größte Flurstück im Zentrum des Ortes.

Der Pfarrgarten erstreckt sich in Form zweier etwa dreißig Meter langer und sieben bzw. zehn Meter breiter Terrassen parallel zum Hang. Die obere dürfte der 1883 / 1884 teilweise abgetragenen, teilweise mit dem Bauschutt verfüllten alten Kirche entsprechen, die untere dem ehemaligen Kirchplatz. Von der unteren ist die beschriebene Sakristei bis heute zugänglich.

Am östlichen Ende des Pfarrgartens ist noch die alte Kirchtreppe vorhanden, die ursprünglich Marktplatz und Kirchplatz miteinander verband.

An- und Abreise

Stadt Wehlen liegt etwa dreißig Kilometer südöstlich von Dresden, das über einen ICE-Bahnhof verfügt. Die tagsüber halbstündlich verkehrende S-Bahn von Dresden in Richtung Schöna hält in Stadt Wehlen. Der Bahnhof liegt auf der gegenüberliegenden Elbseite. Im Fahrpreis inbegriffen ist die Personenfähre über die Elbe, die bis 22.30 Uhr verkehrt, wochenends teilweise auch länger, und die auch Fahrräder transportiert.

Mit dem eigenen Fahrzeug erreicht man Stadt Wehlen über die Autobahn Dresden Prag, Abfahrt Pirna.

Aufgrund der exquisiten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und des begrenzten und größtenteils kostenpflichtigen Angebots an Parkplätzen innerhalb der Ortschaft Stadt Wehlen empfehlen wir die Anreise mit der Bahn.


Die Anreise muß am Anreisetag bis 18.00 Uhr erfolgen. Kann die gesamte Gruppe nicht anreisen, so muß ein verantwortlicher bis 18.00 Uhr anreisen, um die Schlüssel in Empfang zu nehmen.

Die Rückgabe der Schlüssel muß am Abreisetag nach Reinigung der Räume möglichst bis 11.00 Uhr erfolgen. Reist am selben Tag keine weitere Gruppe an, kann die Rückgabe auch später im Laufe des Tages erfolgen, wenn dies zuvor so im Belegungsvertrag vereinbart worden ist.

Umgebung

Das Pfarrhaus liegt hinter dem Marktplatz des kleinen Städtchens Wehlen, etwa einhundertfünfzig Meter von der Elbe entfernt.

Einkaufsmöglichkeiten befinden sich im Ort selbst, ein großes Einkaufszentrum zudem im etwa sechst Kilometer entfernten Pirna, direkt am von Stadt Wehlen kommenden Ortseingang.


Direkt an der Rückseite des Hauses verläuft ein Wanderweg. Vom Haus aus sind somit vielfältige Wanderungen in die Sächsische Schweiz möglich - die bekannte Bastei mit der Basteibrücke, von der man eine malerische Aussicht über das gesamte Elbsandsteingebirge hat, liegt nur drei Kilometer entfernt.

Zu Fuß, mit dem Rad, mit der S-Bahn oder dem Schiff gelangt man nach Rathen mit der Felsenbühne und dem autofreien rechtselbischen Ortsteil Niederrathen (4 km), nach Königstein mit der berühmten Festung (13 km) und nach Bad Schandau (6 km), zu Fuß zudem zum Lilienstein .

Von Königstein aus kann man das Bielatal hinaufwandern und das Massiv der Pfaffensteine mit der Barbarine erreichen, von Bad Schandau gelangt man in das Kirnitzschtal, zum Lichtenhainer Wasserfall und in die Massive der Affensteine und der Schrammsteine.


An der Elbe verläuft der Elberadweg, in den die Kirche von Stadt Wehlen als Radfahrerkirche eingebunden ist.

Auch der Kanuverleih und der Anleger der Sächsischen Dampfschifffahrt befinden sich nur wenige Hundert Meter vom Hause entfernt.


In, von Stadt Wehlen aus gesehen, elbabgewandter Richtung liegen Orte mit reicher historischer Vergangenheit und bedeutenden Kulturdenkmalen:

Lohmen, acht Kilometer nordwestlich am Eingang zum reizvollen Liebethaler Grund gelegen, verfügt über die größte Dorfkirche Sachsens und wird vom Richard-Wagner-Kulturpfad und vom Malerweg gekreuzt.

Hohnstein ist eine malerisches Städtchen im Polenztal, das von der riesigen im Kern mittelalterlichen Burg überragt wird.

In Stolpen schließlich, etwa zwölf Kilometer nördlich gelegen, befindet sich die Feste Stolpen, in der Gräfin Cosel gefangengehalten wurde.


Die Kreisstadt Pirna (12 km), auch als das kleine Prag bekannt, ist eine überaus reizvolle Kleinstadt, die durch Mittelalter und Barock geprägt worden ist. Unweit liegen der Barockgarten Großsedlitz und das Schloß Weesenstein.

In größerer Entfernung liegen elbabwärts Schloß Pillnitz und die sächsische Landeshauptstadt Dresden sowie elbaufwärts die Böhmische Schweiz und die Städte Decín und Ústí nad Labem.

Belegungsanfrage

Wenn Sie sich wegen freier Termine erkundigen bzw. eine Belegungsanfrage stellen möchten, wenden Sie sich bitte an unser Büro in Weimar unter Telefon 03643 – 502390. Sollten Sie dort niemanden erreichen, können Sie sich auch unter Telefon 0172 – 7746913 direkt an Bert Ludwig wenden.

Alternativ können Sie über das untenstehende Formular eine Anfrage per E-mail stellen, die wir innerhalb von drei Werktagen beantworten werden.

In eiligen Fällen ist eine Anfrage per Telefon immer günstiger, da ein Telefonat im Unterschied zu einer E-mail die Möglichkeit bietet, sich schnell und unkompliziert über Ihre Vorstellungen und unsere Möglichkeiten auszutauschen und verschiedene von Offene Häuser betriebene Unterkünfte und die dort freien Termine zu erörtern.
Belegungsanfrage per email

Anmeldeformular / Belegungsvertrag

Belegungsvertrag für Gäste(gruppen) Pfarrhaus Stadt Wehlen


Pfarrhaus von Norden

Stadt Wehlen von Westen (um 1850) - vor der Kirche das Pfarrhaus

Ansicht von Osten

Nordgiebel

Ansicht von Südwesten

Ansicht von Nordwesten

Barocke Inschrift

Erdgeschoß - Ausbaustand Sommer 2011

Obergeschoß - Ausbaustand Sommer 2011

Unweit gelegener Marktplatz

Elbe

Elbsandsteingebirge
 







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