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Wer kennt das nicht – man braucht einen Tapetenwechsel, ein wenig Abstand von seinem gewohnten Tun, neue Inspiration? Man möchte ein anderes Umfeld kennenlernen, neuen Menschen begegnen, andere Seiten an sich entdecken und gemeinsam etwas Bleibendes schaffen.

Jenseits der von Offene Häuser organisierten und mit längerem Vorlauf im Jahresprogramm veröffentlichten Projekte mit Anmeldeprozedere und klarem zeitlichen Rahmen suchen viele Menschen nach Möglichkeiten, sich eher spontan und ohne vorherige zeitliche Festlegungen zu engagieren.

Mit Ausnahme weniger Wochen zum Jahreswechsel steht in der Regel mindestens eines der von Offene Häuser betreuten Gebäude in diesem Sinne für alle offen. Wer kommt, kann im Rahmen der räumlichen Kapazitäten bleiben, mehrere Tage, Wochen oder Monate, wenn er bereit ist, sich auf den Rhythmus des Hauses einzulassen und tätige Verantwortung zu übernehmen.

Neben handwerklichen Arbeiten und Tätigkeiten zur Instandhaltung oder Instandsetzung der Gebäude bestimmen die von Offene Häuser organisierten internationalen Begegnungsprojekte sowie der Aufenthalt von Gästegruppen mit oft sozialer oder künstlerischer Ausrichtung den Alltag, so daß sich für diejenigen, die in das jeweilige Offene Haus kommen, vielfältige Möglichkeiten eröffnen, sich einzubringen.

Diese Möglichkeit einer freien Form der Mitarbeit wurde in den vergangenen Jahren von zahlreichen Menschen in ganz unterschiedlichen persönlichen Situationen genutzt – angefangen vom 72jährigen verwitweten Zimmermann aus Kanada, der dem dortigen einsamen Winter entfliehen wollte, über die junge Frau, die einige Wochen Zeit bis zum Studienbeginn überbrücken und sinnvoll nutzen wollte, den Doktoranden, der täglich mehrere Stunden an seinem Computer arbeitete und zum Ausgleich Brennholz hackte, die Studentin, deren Praktikumsplatz unverschuldet geplatzt war, den arbeitslosen älteren Herrn, der etwas Sinnvolles tun wollte, da er, über 55, vom Amt nicht mehr vermittelt wurde, den jungen Tischler, der, direkt im Anschluß an seine wohl etwas gestrenge Lehrausbildung, gern unentgeltlich, aber selbstbestimmter tätig sein wollte, die junge Familie, die – beide am Computer und somit räumlich ungebunden tätig - der Allergie der Tochter wegen zwei Monate die Stadt verlassen wollte, die Französin, die ihre Deutschkenntnisse verbessern wollte, bis hin zum belarussischen Kunstmaler, der plötzlich vor der Tür stand, weil er, bevor er dies aus Altersgründen nicht mehr können würde, „einmal das Land Cranachs und Dürers sehen wollte“ und dann – allabendlich die Freiwilligen porträtierend - einen ganzen Sommer auf Burg Lohra blieb.

Wer Interesse hat, bei kostenloser Unterkunft für einige Zeit in ähnlicher Art und Weise bei Offene Häuser mitzuarbeiten, möge sich nicht scheuen, mit uns in Kontakt aufzunehmen.
 







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