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Vorgeschichte

Bereits im Sommer 1990 hatten zahlreiche Jugendliche und Studenten aus Litauen, Tschechien, Dänemark, Spanien und anderen europäischen Ländern an den von Offene Häuser organisierten Arbeitseinsätzen zur Erhaltung gefährdeter Baudenkmale teilgenommen, die damals zumeist noch auf privaten Kontakten beruhten. Ab 1992 fanden auf Burg Lohra die ersten internationalen Jugendworkcamps statt. Inzwischen sind die internationalen Jugendbegegnungen prägender Bestandteil der Arbeit von Offene Häuser.

Inhaltliches Spektrum

Alljährlich finden vierzig bis fünfzig internationale Jugendbegegnungen statt, teils an den Denkmalensembles, die Offene Häuser selbst in Pflege genommen hat, teils in Kooperation mit anderen Partnern – gemeinnützigen Vereinen, Kulturinitiativen, Kirchgemeinden. In der Mehrzahl der Camps helfen die Freiwilligen bei der Instandsetzung von gefährdeten Baudenkmalen, in anderen unterstützen sie archäologische Arbeiten oder Projekte im Natur- und Umweltschutz und in der Landschaftspflege.
Nicht selten erlangen Baudenkmale oder Naturschutzgebiete in ländlichen Regionen, denen bisher nur wenig öffentliche Beachtung geschenkt wurde, gerade durch das ehrenamtliche Engagement von Menschen aus anderen Ländern und Kulturkreisen auch bei den Bewohnern der jeweiligen Region wieder neue Wertschätzung.
Zusätzlich organisiert Offene Häuser in jedem Jahr mehrere internationale Begegnungen mit künstlerischer Ausrichtung, deren Spektrum von einer interdisziplinären Kunstwerkstatt über Radio- und Übersetzungsprojekte bis hin zu Kammermusikwochen und Theaterworkshops reicht.
In unregelmäßigen Abständen findet zudem die Heritage Cycle Tour statt – eine internationale Fahrradtour, an deren Anfang und Ende jeweils mehrtägige Arbeitseinsätze an Denkmalensembles stehen. Dazwischen bewegen sich die Teilnehmer per Fahrrad durch eine kulturhistorisch interessante Region und lernen unter fachkundiger Führung bekannte und weniger bekannte Baudenkmale kennen.
Bei allen Jugendbegegnungen steht die interkulturelle Erfahrung im Vordergrund, wofür die gemeinsame praktische Arbeit ein ideales Bindeglied bildet.

Partnerorganisationen und Teilnehmer

Offene Häuser ist Mitglied in mehreren europäischen und internationalen Netzwerken. Die dort zusammengeschlossenen Organisationen und Initiativen machen in ihren Ländern auf die Projekte von Offene Häuser aufmerksam, im Gegenzug haben Interessenten aus Deutschland die Möglichkeit, an ähnlichen Veranstaltungen im Ausland teilzunehmen.
Darüber hinaus werden jährlich mehrere Projekte in bilateraler oder trilateraler Kooperation mit ausgewählten ausländischen Partnerorganisationen durchgeführt, was eine tiefergehende Vorbereitung der Teilnehmer und eine gründlichere Nachbereitung ermöglicht und somit für fachlich anspruchsvollere Projekte geeignet ist. So werden im Jahr 2009 beispielsweise ein deutsch-griechischer Workshop zu historischen Mauerwerks- und Putztechniken, ein deutsch-serbisches Schülerprojekt zum Strohballenbau und ein deutsch-belarussisches Theaterprojekt stattfinden.
Jährlich nehmen etwa fünfhundert ausländische Freiwillige an den von Offene Häuser organisierten Jugendbegegnungen teil, die zumeist gleichermaßen aus West- wie aus Osteuropa, aber auch aus Nord- und Südamerika, aus dem Nahen Osten, Nordafrika und Asien stammen.
Im Gegenzug vermittelt Offene Häuser deutsche Jugendliche zu Jugendbegegnungen und Freiwilligendiensten ins europäische und außereuropäische Ausland.

Weiterführende Angebote

Neben den vorstehend beschriebenen internationalen Jugendbegegnungen, bei denen die interkulturelle Erfahrung im Vordergrund steht, und das jeweilige praktisch oder theoretisch bearbeitete Thema in erster Linie Instrument für die interkulturelle Kommunikation ist, bietet Offene Häuser zahlreiche stärker professionell ausgerichtete Projekte an, in denen die Möglichkeiten fachlicher Weiterbildung im Handwerk und in der Denkmalpflege, im Naturschutz, der Umweltbildung und in verwandten Bereichen um die interkulturelle Komponente ergänzt werden. Diesbezüglich sei insbesondere auf die international ausgeschriebenen Handwerkswochen, auf den Europaeischen Handwerkeraustausch, auf die European Heritage Campuses sowie auf Angebote für Young professionals hingewiesen.
 







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